Vorrangige Aufgaben für Mexikos künftige Regierung: Kurs der wirtschaftlichen Stabilität fortsetzen und Kriminalität sowie Korruption wirksam bekämpfen

Stellungnahme der AHK Mexiko zum Ausgang der Präsidentschaftswahl

Mexiko-Stadt, den 2. Juli 2018. Die Deutsch-Mexikanische Industrie- und Handelskammer (AHK Mexiko) erwartet mit Blick auf den Ausgang der mexikanischen Präsidentschaftswahl, dass die künftige Regierung den Kurs wirtschaftspolitischer Stabilität fortsetzen wird. Wichtig sind aus Sicht der deutschen Unternehmen außerdem wirksame Maßnahmen gegen die Kriminalität und die Korruption im Land, die zu Investitionshemmnissen geworden sind.

Mexiko hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten den Ruf makroökonomischer Stabilität und großer Berechenbarkeit erarbeitet. Die klare wirtschaftspolitische Ausrichtung auf den freien Handel hatte bedeutende deutsche Investitionen im Land zur Folge. Insgesamt sind in Mexiko 1900 deutschstämmige Unternehmen registriert, die rund 35 Milliarden Euro im Land investiert und 150.000 direkte Arbeitsplätze geschaffen haben.

Die deutsche Automobilindustrie produziert in Mexiko für den Weltmarkt. Stark vertreten sind zudem die Pharma- und Chemiebranche, die Elektro- und Elektronikindustrie sowie Dienstleister u.a. aus dem Logistiksektor.

Der bilaterale Handel hat sich von 2010 bis 2017 auf 20,4 Mrd. Euro verdoppelt. Mexiko ist heute das wichtigste Empfängerland deutscher Exporte nach Lateinamerika. Zugleich ist Deutschland Mexikos wichtigster Handelspartner in der EU.

Die seit 1929 bestehende AHK Mexiko mit ihren heute über 800 Mitgliedern ist der Förderung der bilateralen Wirtschaftsförderung verpflichtet. Sie unterstützt Unternehmen aus beiden Ländern bei der Marktbearbeitung und ist nach der US-Kammer die größte binationale Handelskammer in Mexiko.

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