Die Bedeutung der deutschen Automobilindustrie in Mexiko

Beitrag von Fabián Medina, Büroleiter des mexikanischen Außenministers.

  • Fabian Medina

Der VW-Käfer, in Mexiko „Vochito“ genannt, ist eines der Flaggschiffe der mexikanischen Gegenwartskultur. Beleg hierfür ist die Tatsache, dass vor neun Jahren acht Handwerkskünstler der Huichol einen VW-Käfer des Jahrgangs 1998 mit zwei Millionen Chaquira-Steinchen verziert haben. Sie haben auf diese Weise, unter der Schirmherrschaft des Museums für Volkskunst, ein einzigartiges Kunstwerk geschaffen: den „Vochol“. Seit fast zehn Jahren ist dieses Auto ein Botschafter unseres Landes.

Die deutsche Automobilindustrie ist seit über einem halben Jahrhundert in Mexiko vertreten. In diesem Jahr kam ein Unternehmen hinzu. Am 6. Juni hatte ich die Ehre, in Vertretung des mexikanischen Außenministers Marcelo Ebrard Casaubon der Eröffnungszeremonie des BMW-Werks beizuwohnen. Dieses Werk, 35 Kilometer vor der Stadt San Luis Potosí mit einer Investition von einer Milliarde Dollar errichtet, ist die erste Fertigungsstätte von BMW in Mexiko. Hier entstehen 175.000 Autos im Jahr sowie 2000 direkte und 32.000 indirekte Arbeitsplätze.

San Luis Potosí hat eine Brückenfunktion zwischen dem Zentrum sowie Süden und dem Norden unseres Landes. Sie ist 400 Kilometer von unserer Hauptstadt entfernt – was der Entfernung von München nach Jena entspricht – und etwas mehr als 700 Kilometer von der Grenze zu den USA – ungefähr die Distanz von München nach Bremen. Diese besondere Lage macht aus der Stadt ein wettbewerbsfähiges Logistik-Zentrum für viele ausländische Unternehmen.

Der Erfolg der Wertschöpfungsketten, deren Bestandteile Mexiko und Deutschland sind, ist überzeugend. Heute sind beide Länder unter den ersten fünf Autoproduzenten der Welt. Die mexikanischen Automobilexporte stiegen von 4 Millionen Dollar im Jahr 1995 auf 4 Milliarden Dollar im Jahr 2017.

Mexiko ist also ein Beispiel für die Vorteile des freien Handels, der internationalen Zusammenarbeit und des klaren deutschen Bemühens, diese Verbindungen weiter auszubauen.

Dies ist eine gekürzte Übersetzung des spanischschsprachigen Originalartikels, den Sie hier finden.

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