Die AHK Mexiko zum Beginn der NAFTA-Neuverhandlungen

Aus Sicht der deutschen Unternehmer in Mexiko ist es zunächst einmal positiv, dass die US-Regierung nicht mit der Forderung nach Quoten oder neuen Zöllen für bestimmte Warengruppen in die Verhandlungen geht.

Allen Beteiligten muss klar sein, dass viele Arbeitsplätze direkt an NAFTA hängen. Nicht nur in Mexiko, sondern auch in den USA. Denn zwischen beiden Ländern hat sich in den vergangenen Jahren ein komplexer grenzüberschreitender Produktionsverbund herausgebildet. Manche Waren gehen im Laufe ihres Fertigungsprozesses mehrmals über die Grenze hin und her. Ein Eingriff in diese Wertschöpfungsketten hätte massive Arbeitsplatzverluste auch in den USA zur Folge.

Sollten die NAFTA- Verhandlungen scheitern, dann würden automatisch die WTO-Regeln greifen. Die stellen Mexiko bei den Zollsätzen grundsätzlich günstiger. Das heißt: Mexikanische Exporte in die USA wären mit deutlich geringeren Zöllen belegt als der Warenfluss in umgekehrter Richtung.

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