CAMEXA unterstreicht Bereitschaft, duales Ausbildungsmodell in Mexiko weiter zu stärken

Über Herausforderungen und Chancen des Mexikanischen Modells der Dualen Berufsausbildung tauschten sich Experten bei einer von CAMEXA und dem mexikanischen Wirtschaftsrat CCE veranstalteten Konferenz am 20. September in Mexiko-Stadt aus. Neben Vertretern der aktuellen und der künftigen mexikanischen Bundesregierung waren Repräsentanten mehrerer mexikanischer Unternehmerverbände vertreten. Von deutscher Seite beteiligten sich Vertreter der Deutschen Botschaft, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der Zentralstelle der Bundesregierung für internationale Berufsbildungskooperation (GOVET) beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

Der CAMEXA-Präsident Dr. Edmund Duckwitz unterstrich bei der Veranstaltung die Bereitschaft der Kammer, die Beratungstätigkeit beim Aufbau des mexikanischen Modells fortzusetzen: „Das System der dualen Berufsausbildung ist eine wichtige Säule des Erfolgs der deutschen Wirtschaft. Diese Erfahrung möchte die deutsche Wirtschaft mit Mexiko teilen und dazu beitragen, den Standort Mexiko noch attraktiver und wettbewerbsfähiger zu machen.“ In den vergangenen sechs Jahren hatte CAMEXA gemeinsam mit den anderen deutschen Organisationen den mexikanischen Unternehmerdachverband CCE und das Erziehungsministerium eng dabei unterstützt, das Modell umzusetzen.

Der für das duale Modell zuständige Staatssekretär im mexikanischen Erziehungsministerium, Dr. Rodolfo Tuirán, dankte den deutschen Partnern: „Die technische Unterstützung aus Deutschland war fundamental für die Umsetzung des Modells“. Derzeit beteiligen sich nach Tuiráns Angaben 117 technische Hochschulen, 62 polytechnische Universitäten, 38 technologische Institute und 30 staatliche Universitäten an dem Projekt.

Der Präsident des Unternehmer-Dachverbands CCE, Juan Pablo Castañón, sprach sich dafür aus, die duale Ausbildung in das geplante Programm „Jóvenes Construyendo Futuro“ zu integrieren, mit dem die künftige Regierung einer großen Zahl junger Menschen eine Perspektive in Unternehmen ermöglichen will.

Der stellvertretende CAMEXA-Geschäftsführer und Leiter der Abteilung für duale Ausbildung, Andreas Müller, wies darauf hin, dass es bei einer möglichen Verknüpfung mit dem Programm „Jóvenes Construyendo Futuro“ von zentraler Bedeutung sei, die Qualitätsstandards der dualen Ausbildung beizubehalten. Mexiko stehe vor der großen Herausforderung, den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der jungen Bevölkerung zu stärken. Das duale Ausbildungsmodell könne innerhalb der bereits formalisierten Wirtschaft dazu beitragen. Für eine darüber hinausgehende Lösung sei die duale Ausbildung jedoch zu sehr auf Institutionen angewiesen, um die hohe Anzahl an Jugendlichen unterstützen zu können, die die künftige Regierung mit dem Programm erreichen will.

Müller betonte die Notwendigkeit, das Modell nun weiter zu stärken. Es müsse landesweit angeboten werden und zusätzliche Ausbildungsgänge umfassen. Gute Wachstumsmöglichkeiten für die duale Ausbildung sieht der Experte neben dem Industriesektor auch im Tourismus, der Erdölförderung sowie der Landwirtschaft.

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